Wie können aufgegebene Erdöl- und Erdgasbohrungen weiter genutzt werden? Welche Rolle kann die Geothermie dabei spielen und wie können solche Bohrungen zur Energiewende beitragen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich das Geothermieforum Niedersachsen. Das Forum wird vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie und dem Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung organisiert. Es ist  eine deutschlandweit einzigartige Plattform zum Erfahrungstransfer aus der Erdgas- und Erdöl- in die Erdwärmebranche. Das Geothermieforum hat jetzt drei neue Publikationen veröffentlicht: einen Bericht zur Geothermischen Nachnutzung von Bohrungen, eine Liste von Bohrungen, die möglicherweise nachnutzbar sind und eine Checkliste für privatrechtliche Verträge zur Übertragung einer Bohrung.

Der Bericht und die Checkliste geben einen Überblick über Rahmenbedingungen für eine Folgenutzung und Vereinbarungen zum Unternehmerwechsel. Der Bericht, der in Zusammenarbeit mit dem GeoEnergy Celle e.V. entstanden ist, geht insbesondere auf die notwendigen rechtlichen Schritte ein, die bisher häufig als Hürde für eine Nachnutzung von Bohrungen angesehen wurden. “Diese bieten allerdings im Einzelfall eine attraktive Möglichkeit für die Gewinnung von Erdwärme. So sind Investitionen und Risiken meist wesentlich geringer als bei Erdwärmeprojekten, für die eine Neubohrung notwendig wäre“, meint Geothermie-Experte Dr. Wolfgang Wirth vom  Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Die niedersächsische HeideGeo GmbH plant seit längerer Zeit eine ehemalige Erdgasbohrung am Standort Munster gemeinsam mit einer zweiten, neuen Bohrung zur Gewinnung von Wärme und Strom zu nutzen.

Weitere Informationen sin auf der Internetseite des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zu finden
sowie unter den Themengebieten: