Eine Delegation des GeoEnergy Celle e.V. hat bei einem Treffen mit dem isländischen Geothermie Cluster, Iceland Geothermal, die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit ausgelotet.

 

Der Cluster Manager Vidar Helgason organisierte ein perfekt abgestimmtes Besuchsprogramm in Island mit viel Zeit für Gespräche über eine Zusammenarbeit der beiden Cluster. Neben der Vorstellung des neuen 100 MWe starken Geothermiekraftwerks, Þeistareykir, das von Landsvirkjun gebaut wird, stand auch die Besichtigung des Iceland Deep Drilling Projects 2 (IDDP 2) auf dem Programm. Das Projekt auf der Halbinsel Reykjanes im Westen von Island will superkritsche Zonen mit Temperaturen von 400 bis 500 °C zur Energiegewinnung nutzen. In diesem Zusammenhang erklärte Achim Fischer Erdsiek von der NW Assekuranz das Risikoabsicherungs- und Versicherungskonzept, welches extra für das Projekt mit den Isländern entwickelt wurde.

Ein wichtiger Punkt des Treffens war auch die Entwicklung von Standards für geothermische Projekte auf der Grundlage des Global Geothermal Alliance (GGA) Programms der IRENA. In diesem Zusammenhang ist bereits eine Kooperation angestoßen. Die Isländer setzen sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen auseinander, während der GeoEnergie Celle e.V. das Themenfeld technische Standards und die Aus- und Weiterbildung bearbeitet.