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Von Tiefengeothermie spricht man in der Regel ab einer Teufe (Tiefe) von größer 400 m. In der Praxis werden auch Teufen von mehreren Tausend Meter erreicht. Diese Tiefe ist dann notwendig, wenn mit diesen Projekten neben der Wärme auch elektrischer Strom gewonnen werden soll. Die Stromgewinnung setzt geothermische Reservoire von mehr als 100 ° C voraus.

Zum überwiegenden Teil stehen hinter der Nutzung der Tiefengeothermie Unternehmen, da allein die Bohrkosten mehrere Millionen Euro betragen. Das LBEG beziffert beispielsweise die Kosten für eine 3.000 m tiefe Bohrung auf ca. 5-6 Millionen Euro. Darüber hinaus sind im Vorfeld der Bohrung umfangreiche Voruntersuchungen zu leisten, mit denen das Fündigkeitsrisiko minimiert werden soll. Außerdem ist nach erfolgreicher Bohrung der Anschluss an ein geeignetes obertägiges Kraftwerk sowie der Anschluss an Wärme- und Stromnetze sicherzustellen.

Nutzung der Tiefengeothermie

Das Bundesumweltministerium hat eine BroschüreTiefengeothermie BMU über die Nutzung der Tiefengeothermie in Deutschland veröffentlicht. Diese Broschüre erläutert fachliche Zusammenhänge und gibt wertvolle Handlungsempfehlungen für Investitionsentscheidungen. Wenn Sie weiterführendes Interesse an dem Thema Tiefengeothermie haben, sprechen Sie bitte die Experten des GeoEnergy Celle e. V. an. Im Netzwerk sind einige Unternehmen aktiv, die bereits mehrfach geothermische Projekte in Deutschland umgesetzt haben. Sie erreichen die Fachexperten über die Geschäftsstelle.